Salz
 Die richtige Menge ist wichtig 

 

 Was bewirkt Salz im Körper?
Kochsalz besteht aus Natrium und Chlorid; daher auch die chemische Bezeichnung Natriumchlorid, kurz NaCl.

Natrium und Chlorid erfüllen im Körper lebenswichtige Aufgaben:

  • Sie erhalten die Gewebespannung.
  • Sie regeln den Wasserhaushalt.
  • Natrium aktiviert einige Enzyme.
  • Chlorid bildet im Magen in Verbindung mit Wasserstoff die Magensalzsäure.
 Weniger salzig ist gesünder
Normalerweise reichen täglich rund 5 Gramm Kochsalz - entsprechend 2 Gramm Natrium. Mehr Kochsalz ist nur in ganz seltenen Fällen nötig, z. B. bei extremen sportlichen Leistungen, grosser Hitze, hohem Fieber, langandauernden Durchfällen oder häufigem Erbrechen.

Viele nehmen jedoch täglich viel mehr als 5 Gramm Kochsalz auf.
Von einer Zufuhrmenge über 10 Gramm pro Tag wird abgeraten. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass übermässiger Salzkonsum zur Entwicklung von Bluthochdruck beitragen kann. Ein ständig erhöhter Blutdruck schädigt auf Dauer die Blutgefässe und begünstigt so das Entstehen von Arterienverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall.

 

 Weniger salzig schmeckt besser
Grosszügiges Salzen überdeckt den Eigengeschmack der Speisen und lähmt den Geschmackssinn. Glücklicherweise geht das Geschmacksempfinden nicht für immer verloren. Nach wenigen Wochen salzarmer Ernährung kehrt das feine Gespür für aromatisch gewürzte Speisen zurück. Babys haben kein angeborenes Verlangen nach Salz. Deshalb sollte Baby- und Kleinkindernahrung nicht nach eigenem Geschmack gesalzen werden.

 

 Die grössten Salz-Lieferanten
Für die zu hohe Salzaufnahme ist nicht allein das Salzen im Haushalt verantwortlich. Vielmehr sind Brot, Wurst, Käse, Trockenprodukte, Fertiggerichte und Konserven die grösseren Salzlieferanten.

Die Rohstoffe für diese Lebensmittel - Getreide, Fleisch, Milch und Gemüse - sind zwar salzarm. Ihnen wird jedoch bei der Verarbeitung Salz zugesetzt.

Brot trägt sogar am meisten zur Salzaufnahme bei. Trotzdem sollte nicht weniger Brot gegessen werden, denn Brot enthält viele wertvolle Nährstoffe. Es lohnt jedoch, auf "salzverminderte" Brotsorten umzusteigen oder Brot mit weniger Salz selbst zu backen.

 

 Zusalzen mit ...
Speisen erst kosten, danach mit Kräutern und Gewürzen abschmecken! Fehlt dann doch Salz, sparsam salzen. Besonders geeignet ist Jodsalz. Es verbessert die Jodversorgung und beugt Jodmangel vor. Die Verwendung von Jodsalz darf jedoch nicht zum sorglosen Umgang mit dem Salzstreuer verleiten.

Neuerdings gibt es auch Jodsalze zu kaufen, die vitaminiert sind. Aber sie können vitaminreiche Lebensmittel wie frisches Gemüse, Obst, Milch und Vollkornprodukte nicht ersetzen. Fast genauso salzhaltig wie gewöhnliches Kochsalz sind Meer-, Knoblauch-, Räuchersalz, Curry, Streuwürzen, flüssige Würzen, Suppen-, Sossen-, Fleischextrakte und Brühwürfel. Gleiches gilt auch für jodiertes Kräutersalz. Durch die Würzkraft der Kräuter genügen jedoch bereits kleine Mengen zum Abschmecken. Das "spart" Salz und bringt zusätzlich Jod.

 

 Diätsalze
Diätsalze oder Kochsalzersatz enthalten statt Natriumchlorid vorwiegend Kaliumchlorid.

Sie sind für Kranke im Rahmen ihres Diätplanes bestimmt und sollten nur auf ärztlichen Rat verwendet werden.

Natriumarme (max. 120 mg Natrium/100g) und streng natriumarme Produkte (weniger als 40 mg Natrium/100g) sind ebenfalls diätetische Lebensmittel, die vor allem in der Diättherapie bei Bluthochdruck empfohlen werden.

 

 Salzgehalt in Lebensmitteln

In welchen Lebensmitteln steckt viel Kochsalz, - in welchen wenig?

Durchschnittlicher Salzgehalt in 100g Lebensmittel 
Der Salzgehalt wurde aus dem Natriumgehalt (multipliziert mit 2,5) errechnet

 
 salzarm salzreich
Obst
Erdbeeren, Äpfel, Birnen, Bananen: unter 5 mg
...
Gemüse, frisch oder tiefgefroren
Bohnen: 5 mg
Champignons: 30 mg
Gurken: 20 mg
manches Gemüse in Dosen oder Gläsern, viele Fertiggerichte (z. B. Menüs, Suppen, Sossen)
Bohnen in Dosen: 660 mg
Champignons in Dosen: 900 mg
Salz-Dill-Gurken: 2400 mg
Pizza: 1375 mg
Hamburger: 1175 mg
Erbseneintopf: 938 mg
Nudelsuppe: 1487 mg
Sojasosse: 15000 mg
Zigeunersosse: 2250 mg
Kartoffeln
Gschwellti (Pellkartoffeln): unter 8 mg
Kartoffelfertigprodukte, Kartoffeltrockenerzeugnisse
Pommes frites: 750 mg
Chips: über 1000 mg
Rösti: 1598 mg
Milch, Speisequark, Joghurt, Kefir, Buttermilch
unter 125 mg
fast alle Käsesorten
Camembert: über 2000 mg
Schmelzkäse: über 3000 mg
Edelpilzkäse: über 3500 mg
Fleisch, frisch oder tiefgefroren
rund 150 mg
gesalzene, gepökelte und geräucherte Fleischerzeugnisse und Wurst
Kasseler: über 2000 mg
Salami: über 3000 mg
roher Schinken: über 3500 mg
Fisch, frisch oder tiefgefroren
Seelachs: 200 mg
frischer Aal : 150 mg
Heringsfilet: 300 mg
marinierte, gesalzene und geräucherte Fischsorten
Lachsersatz: 7250 mg
geräucherter Aal: 1250 mg
Matjeshering: 6250 mg
Küchenkräuter, frisch, tiefgefroren oder getrocknet
...
Würzmittel (z. B. Brühwürfel, Brühextrakte, Würzsossen)
Senf: 3300 mg
Tomatenketchup: 3300 mg
"natriumvermindertes" Brot
unter 625 mg
Brot
rund 1000 mg

 

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